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Informations- u. Nutzerverhalten bei Kiosksystemen

eine Evaluation des Vienna City Terminals
Autor: Mag. Constanze Schaffner, 2002
Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften der Universität Wien


Einleitung:

Die Lebenszyklen des Wissens verkürzen sich ständig. Wer dem Wettbewerbsdruck standhalten will, muss die neuesten Entwicklungen im Auge behalten. Der Übergang von der Industriegesellschaft zur Wissensgesellschaft ist vollzogen.

Das Wissen der Menschheit verdoppelt sich laut Studien alle fünf bis sieben Jahre, und mit dem gewaltigen Fortschritt der Informations- und Kommunikationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts wird Wissen für die gesamte Welt global verfügbar.

Die Infrastrukturveränderung wird mehr Einfluss auf unsere Gesellschaft haben als der Straßenbau für den Transport von Gütern und Personen in der Vergangenheit hatte.
Der „Information Highway“ mit modernsten Kommunikationstechnologien ermöglicht, zu jeder gewünschten Uhrzeit die gewünschte Information maßgeschneidert nach individuellen Bedürfnissen abrufen zu können.

Mit den Mitteln modernster Technik kann ein großes und wachsendes Wissenspotential für die persönliche Bildung genutzt werden: für Freizeit, Beruf und Studium. Die neuen Technologien erlauben eine bessere Distribution von Wissen.

Um aus Information Wissen zu machen, benötigt eine Gesellschaft wissende Menschen, die innovative Information finden, auswerten und anwenden. Die Komplexität und die Kosten von neuen Informationstechnologien könnten zur Verstärkung von bereits existierender sozialer Ungleichheit führen.

Daher ist es eine der wichtigsten Aufgaben der Politik, in der Zukunft eine Spaltung unserer Gesellschaft in ´have` und ´have-nots` zu verhindern: in eine Schicht, die via Computer und Internet einen Anschluss an das globale Wissen hat und in den Genuss von Bildung kommt und in eine, die davon ausgeschlossen bleibt.

Eine moderne Stadtverwaltung wird vor große Herausforderungen gestellt. Der Bewohner von heute erwartet sich von seiner Stadt umfassende, seinen Lebensraum betreffende Information.

Wurden die Bürger früher zentral mit Information von Seiten der Regierung versorgt, so wollen sie heute ihren eigenen Weg gehen: sie wollen aktiv sein, selbst mitwirken und sich einbringen.

Um den Ansprüchen der Bürger gerecht zu werden, existiert bereits eine beträchtliche Vielfalt an Informationsstellen. Das Modell der Stadt Wien löst die Herausforderungen des neuen Marktes durch Dezentralisierung der Verwaltung nach innen und vereinfachte, nutzerfreundliche Aufbereitung von Information für die Bürger nach außen. Damit will die Stadt schneller und direkter auf die Bedürfnisse und Anregungen der Wienerinnen und Wiener eingehen.

Der Frage, inwiefern die Ansprüche der Stadt Wien tatsächlich verwirklicht werden konnten, soll in dieser Arbeit nachgegangen werden. Sind die Vienna City Terminals, Kiosksysteme, die bis zum Jahr 2003 300 Mal in Wien vertreten sein sollen förderlich für eine Überbrückung des drohenden Digital Divide ? Werden sie tatsächlich gemäß den Erwartungen von benachteiligten Bevölkerungsschichten genutzt oder handelt es sich um eine unausgereifte Idee einiger Initiatoren ?

Im ersten Teil dieser Arbeit, dem „Allgemeinen Teil“ werden gesellschaftliche Aspekte und Entwicklungen näher erläutert sowie das wichtige Gut Information und daraus resultierende neue Technologien diskutiert.

Der zweite Teil, die „Empirische Untersuchung“ setzt sich mit dem Informations- und Nutzerverhalten anhand von Kiosksystemen mit besonderem Schwerpunkt auf die Stadt Wien und die Vienna City Terminals auseinander. Da aufgrund der Neuheit dieser Thematik keine Literatur vorhanden ist, werden als wissenschaftliche Basis Theorien zum Thema Lese- und Informationsverhalten anhand von diversen Medien wie Zeitungen, Zeitschriften oder Internet herangezogen.

Ziel ist es, die Intentionen der Stadt Wien, den drohenden Digital Divide mittels Informationssystemen zu überbrücken, durch eine vor-Ort-Evaluation auf ihre Sinnhaftigkeit und ihren Erfolg zu überprüfen.

Erstmals soll die Frage diskutiert und beantwortet werden, ob ein Kiosksystem wie der Vienna City Terminal durch seine beschränkte Kapazität, seine individuelle Lage und seine restriktive Zielgruppe eine Lösung für „Computer Illiteracy“ bieten kann.

„Bildung und Information für alle“, so lautet das Schlagwort der Stadt Wien – ist dieses Konzept aufgegangen? Diese Diplomarbeit soll eine Antwort geben.

 

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