News

Die Handelswelt im Jahr 2015

Trends im Einzelhandel Studie: In den Jahren 2012 bis 2015 werden 20 Prozent aller Einzelhandels-Umsätze auf Internet-Transaktionen fallen.

Europäische Handelsketten erwarten Rückgang ihrer Filialanzahl.

"The Store of the Future 2012-2015" - so heißt der von Visa in Auftrag gegebene Bericht, der die Zukunft des Handels unter die Lupe genommen hat. Demnach sollen im oben genannten Zeitraum bereits 20% aller Umsätze iim Einzelhandel auf Internet-Transaktionen fallen. Bis zum Jahr 2015 werden mehr als 71 Prozent der Konsumenten vor ihrem Einkauf im Internet recherchieren.

Was, den konventionellen Handel betreffend, nicht ohne Folgen bleiben werde. So ergab die vom Centre for Retail Research durchgeführte Studie, dass über ein Viertel der Handelsketten einen Rückgang der Anzahl ihrer Filialen erwartet. "Das Schicksal der Einkaufsstraßen scheint ab 2015 ungewiss", dramatisieren die Visa-Presseverantwortlichen.

Weiters werden sich die Handelsformate grundlegend wandeln. Da Kunden künftig vermehrt über die Firmen-Webseite bestellen und die angeforderte Ware anschließend im Geschäft abholen, werden sich kleinere Geschäfte stärker auf Dienstleistungen und Informationen konzentrieren. Große Lagerbestände werden dadurch vermieden. Bereits mehr als zwei Drittel der in ganz Europa befragten Händler plant die Einführung solcher neuen Geschäftsmodelle, wobei die Entwicklung am ehesten in England und den Niederlanden vor sich gehen wird.

Neue Technologien

In punkto IT werde das automatische Self-Scanning von Bedeutung sein. Schon jetzt geben über 22% der Handelsketten an, diese Technik einführen zu wollen. Auf RFID-Tags setzen 34% der Händler, um ihr Lagermanagement zu optimieren und Kundenverkaufsförderung zu betreiben. Technologien, die mittels demografischer Informationen und Kundenkartendaten Verkaufsförderung via E-Mails erlauben, sind für fast die Hälfte der Ketten ein Thema.

Die Einführung moderner Zahlungstechnologien stößt ebenfalls auf der britischen Insel und den Niederlanden auf den größten Anklang. Bevorzugt werden sollen kontaktlose Karten (mittels Drahtlostechnologie ohne physischen Kontakt lesbare Karten), Multifunktionskarten, die nach Belieben als Debit-, Kredit- oder Prepaid-Karten genutzt werden können, oder Schlüsselanhänger und Multitelefonzahlungen.

"Die Studie zeigt, dass sich innerhalb relativ kurzer zeit ein Wandel hin zu aufeinander abgestimmten Technologien vollziehen kann." - Steve Perry, Visa Europe

Quelle Medianet